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Mehr als 1.000 Tonnen Altspeiseöl gesammelt: 3,1 Millionen Kilogramm CO₂ eingespart

07. September 2026 | zuletzt aktualisiert am 10. September 2026
v.l.n.r.: Christian Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände; Stephan Pernkopf, LH-Stellvertreter; Ewald-Marco Münzer, Geschäftsführer der Firma Münzer; Martin Leonhardsberger, Aufsichtsratsvorsitzender der BAWU
v.l.n.r.: Christian Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände; Stephan Pernkopf, LH-Stellvertreter; Ewald-Marco Münzer, Geschäftsführer der Firma Münzer; Martin Leonhardsberger, Aufsichtsratsvorsitzender der BAWU

Eine starke Bilanz für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft: Gemeinsam mit der Münzer Bioindustrie sammelten die NÖ Umweltverbände im Jahr 2025 mehr als 1.000 Tonnen Altspeiseöl und -fett. Die Verwertung zu Biodiesel sparte rund 3,1 Millionen Kilogramm CO₂-Emissionen ein. Im Vergleich zu fossilem Diesel verursacht der aus Altspeiseöl erzeugte Biodiesel bis zu 93 Prozent weniger CO₂-Emissionen. 

Altspeisefett als wichtiger Rohstoff

Was nach dem Kochen oder Braten übrig bleibt, ist kein wertloser Abfall, sondern ein wichtiger Rohstoff. Das zeigt die Bilanz der Altspeiseöl- und Altspeisefettsammlung in Niederösterreich: Mehr als 1.000 Tonnen wurden 2025 getrennt gesammelt, von der Münzer Bioindustrie aufbereitet und zu nachhaltigem Biodiesel verarbeitet. 

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Sammelmenge innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen

 

Das erfreuliche Ergebnis ist das Resultat einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen den NÖ Umweltverbänden und der Münzer Bioindustrie. In den vergangenen fünf Jahren konnte die gesammelte Menge um rund 20 Prozent gesteigert werden. Damit wächst auch der Anteil jenes Altspeiseöls und -fetts, das als wertvoller Rohstoff im Kreislauf bleibt. 

Portrait von Martin Leonhardsberger

„Unsere Partnerschaft mit der Münzer Bioindustrie zeigt eindrucksvoll, wie moderne Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert. Altspeiseöl und -fett ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff. Durch die aktive Mitwirkung der Bevölkerung gelingt es uns, Ressourcen sinnvoll zu nutzen, Umweltbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Martin Leonhardsberger, Aufsichtsratsvorsitzender der NÖ BAWU. 

Im Rahmen eines gemeinsamen Termins in St. Pölten wurde die erfolgreiche Jahresbilanz präsentiert. Als sichtbares Zeichen für den gemeinsamen Klimaschutzbeitrag übergab Münzer ein CO₂-Zertifikat über die eingesparte Emissionsmenge. 

Vom Küchenrest zum nachhaltigen Kraftstoff 

Gesammelt werden gebrauchte Speiseöle und -fette aller Art. Dazu zählen unter anderem Frittier- und Bratenfette, Pflanzenöle, Butter- und Schmalzreste sowie Öle aus eingelegten Lebensmitteln. Die gesammelten Mengen werden von der Firma Münzer fachgerecht aufbereitet und zu Biodiesel verarbeitet. So ersetzen vermeintliche Küchenabfälle fossile Rohstoffe, stärken regionale Stoffkreisläufe und leisten einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs- und Transportsektors. 

Portrait von Christian Macho

„Die Zusammenarbeit zwischen der Münzer Bioindustrie und den NÖ Umweltverbänden besteht bereits seit mehr als einem Jahrzehnt und ist ein Vorzeigemodell für erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. Die hohe Sammelmenge zeigt, was wir mit einer gut ausgebauten Infrastruktur und dem Engagement der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erreichen können“, sagt Christian Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände. 

Ewald-Marco Münzer, Geschäftsführer der Münzer Bioindustrie, ergänzt: „Gemeinsam konnten wir die Sammelmengen kontinuierlich steigern und gleichzeitig das Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Altspeiseöl und -fett stärken. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umweltverbände sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr Engagement aktiv zur CO₂-Reduktion beitragen.“ 

Portraitfoto von Ewald Marco Münzer

Einfach sammeln mit dem NÖLI 

Mit dem bewährten NÖLI lässt sich Altspeiseöl und -fett sauber und bequem im Haushalt sammeln. Der gefüllte Behälter kann bei den vorgesehenen Sammelstellen der niederösterreichischen Abfallwirtschaft abgegeben und gegen einen gereinigten NÖLI getauscht werden. Die steigenden Sammelmengen zeigen, dass immer mehr Menschen den Wert dieses Rohstoffs erkennen. Das Land Niederösterreich, die NÖ Umweltverbände und die Münzer Bioindustrie wollen daher auch künftig gemeinsam über die richtige Sammlung informieren, weitere Haushalte erreichen und das bestehende Sammelsystem stärken. 

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